Trisneyland

Zu Beginn eine kleine Bestandaufnahme, die für mich eigentlich ganz positiv ist. Ich habe mich an das Klima hier gewöhnt, sodass es mich nicht mehr kümmert, dass es hier brutal zu heiß ist. Ich frage micht auch nicht mehr, wie ich beim Training aus der feuchten Luft Sauerstoff statt Lungenpilz kriegen könnte. Und klar spüre ich meine Wehwehchen, die mich schon seit Jahren in unterschiedlichen Ausprägung treu begleiten, kann aber sagen, dass mich das Rheuma hier bisher relativ in Ruhe lässt! Auch sonst bin soweit gesund geblieben, was nicht selbstverständlich ist: Stress beim Packen, ewig lange Flüge bis hierhin, Schlafmangel, Training, psychische Belastung durch die ganze Welmeisterschaft hier, die allgegenwärtigen voll aufgedrehten Klimaanlagen, die schlagartige Temperaturunterschiede von mindestens fünzehn Grad schaffen. In den sieben Tagen, seitdem ich hier bin, konnte ich meinen Trainingsplan gut umsetzen, viele neue Erfahrungen gesammeln, die für mich als Rookie (Erststarter auf Hawaii) für Samstag unbezahlbar sind. Viele neue Erkenntnisse bezüglich Training, Aklimatisierung, Technik usw. würden für einen selbständigen Blog ausreichen. Ich habe sie mitgenommen und in meiner Rennstrategie (verstehe der Absicht, heil ins Ziel zu kommen) einbezogen. Einige Annahmen und Trainingsgewohnheiten, insbesondere beim Schwimmen, habe ich angepasst oder verworfen, weil auch ziemlich grundsätzliche Dinge, die bei Rennen in Europa hilfreich sind, hier einfach nicht so funktionieren. Ein gutes Gefühl kam beim mir Woche auch deswegen an, weil ich hier endlich auf mein gewohntes Wettkampfgewicht runterkam. Meine Form stimmt, wenn ich das gegenüber der beieindruckenden Konkurrenz hier so sagen darf. Ich habe meine Startunterlagen abgeholt und bin jetzt offiziell eingecheckt. Darüber hinaus sind zu Hause alle in Ordnung und ich bin auch gut drauf, das ist jetzt für mich das Wichtigste.

Es gibt hier jede Menge Programm, Kailua-Kona ist diese Woche zu einer einzigen Parade-, Happening- und Partystadt geworden. Die Athleten halten sich abends eher zurück und nehmen lieber am offiziellen Umzug der Nationen teil. Die Spaßlustigen (vor allem Begleitpersonen und Zuschauer) machen den „Underpants-Run“ mit, also ein Parodierennen mit so viel Kleidung wie nötig, um nicht verhaftet zu werden. Wahrscheinlich gehe ich kurz noch bei der Megapastaparty vorbei, um die Stimmung zu schnappen, mein Carboloading ein bisschen anzutreiben(eine unter Trias verbreitete Ernährungsstrategie vor einem langen Rennen) und nicht zuletzt um einen längst fälligen Einkauf in den überfüllten Supermärkten zu vermeiden.

… some like it hot!

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